pinnadel

trauer schwemmt die höhlen rings
salz schäumt in der gruft
kein schreien ringt sich mir ins frei
es fehlt mir zu die luft
die gestern du gewesen bist
der trug mich und gebar
der alles mich und sich erschuf
frag mich doch stets was war
ich spreche ohne zu berührn
denn sonst zerfällt das einst
obwohl wohl zu riskieren wär
wenn du dann für mich weinst
und wasser schwemmt die trauer fort
wenn das nur erst gelingt
und findet sich ein vogel ein
der neues lied mir singt

so will ich schreien mir und mich
und einer der nicht flieht
liegt vor mir spricht das wort mir zu
das höhlen mir bezieht

(29.IV.95)